Ketogene Ernährung und Epilepsie

EPILEPSIE: BEWÄHRTE THERAPIE NEU ENTDECKT

Ketose als natürliche Form der Therapie gegen Krampfanfälle wird seit Jahrtausenden praktiziert. Warum sie wirkt, weiß man bis heute nicht.

Ketose in Form von Heilfasten als Therapie gegen Epilepsie wird wortwörtlich seit biblischen Zeiten praktiziert (nachzulesen im Markus-Evangelium 9, 14-29).

Und auch in jüngerer Vergangenheit ist ihr positiver Einfluss vielfach belegt – insbesondere bei schweren Formen von Epilepsie. Innerhalb von Wochen oder gar Tagen gehen bei den meisten Patienten die Anfälle messbar zurück. Aber warum ist das so? In dieser Frage ist die Wissenschaft heute noch nicht viel weiter als vor 2000 Jahren.

Die heilsame Wirkung ist sicher – die Gründe nicht

Hypothesen gibt es viele: Verschiedene molekulare Mechanismen innerhalb der Hirnzellen (Neuronen und versorgende Astrocyten) könnten zusammenspielen. Die Kohlenhydrat-Reduktion könnte durch die Veränderungen im Stoffwechsel antiepileptisch wirken. Ketogene Diät könnte die Produktion von freien Radikalen reduzieren und so die Funktion der Mitochondrien (Zellkraftwerken) verbessern. Sie könnte auch die übermäßige Transmission des Neurotransmitters Glutamat hemmen, der unter Nervenzellen das Feuern von Neuronen auslöst und damit zu den epilepsietypischen Krämpfen führen. Ein einheitliches Bild ergeben die Studien allerdings bislang nicht.

Hohe Chance auf Heilung

Das ändert nichts daran, dass die Heilungschancen von Epilepsiepatienten – besonderes im Kindesalter – bei ketogener Ernährung erstaunlich gut sind: Laut einer Meta-Analyse von mehreren Studien gingen bei mindestens 38 Prozent der Patienten die epileptischen Anfälle um die Hälfte zurück. Zwischen 10 und 20 Prozent der Probanden, die sich ketogen ernährten, wiesen keinerlei Anzeichen von Epilepsie mehr auf. In einer Studie waren die epileptischen Anfälle von 84 Prozent der Patienten deutlich gemindert, wobei drei von vier Testpersonen bereits nach zwei Wochen ketogener Ernährung eine deutliche Besserung erfuhren. Mit Heilfasten trat die Wirkung sogar schon innerhalb von fünf Tagen auf. Allerdings kann das Abbrechen der ketogenen Diät und die Aufnahme von Kohlenhydraten bereits eine Stunde nach dem Verzehr zum Einsetzen von epileptischen Anfällen führen, zeigte eine andere Studie.

Erstaunliche Erfolgsquoten im Kindesalter

Empfohlen wird die ketogene Diät insbesondere für Kinder, da deren Hirne sich noch in der Entwicklung befinden und besonders gut auf die Therapie anschlagen. Bei Kindern belegen verschiedene Studien einen Langzeitnutzen (1, 2, 3, 4, 5, 6), bis hin zur Heilung. Das gilt sogar für solche Kinder, die sich nur sechs Monate lang konsequent ketogen ernährt haben. 32 Prozent hatten einen über 90-prozentigen Rückgang der Symptome, 22 Prozent waren auf lange Sicht ganz beschwerdefrei – und das ohne jede weitere Behandlung. Welches gängige Epilepsie-Medikament kann vergleichbare Erfolgsquoten aufweisen?
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