Ketogene Ernährung und Krebs

Krebs: Tumorzellen werden ausgehungert

Krebszellen leben von Zucker, besagt die Warburg-Hypothese. Kann ketogene Diät den Krebs aushungern?

Im Jahr 1924 machte der Biochemiker und Arzt Otto Warburg eine Entdeckung, die ihm sieben Jahre später den Nobelpreis einbrachte. Jetzt hat die Wissenschaft die so genannte Warburg-Hypothese wiederentdeckt: Sie hofft auf neue Impulse bei der Behandlung von Krebs. Danach ziehen Krebszellen die benötigte Energie vornehmlich aus der anaeroben Vergärung (Milchsäuregärung) von Traubenzucker. Viele Arten von Krebszellen haben also einen höheren Glucosebedarf als gesunde Zellen. Für Krebspatienten ist das ein Anlass zur Hoffnung. Wenn sie ihren Blutzuckerspiegel durch eine gezielte Ernährungsumstellung senken, könnten sie auf diese Weise die Zuckerversorgung der Krebszellen reduzieren. Die Krebszellen könnten nur noch schwer Energie gewinnen und schlechter wachsen.